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Radio Erzgebirge - Nachrichten

09.02.2018 10:00 (Politik)
» Gespräche zu Inklusionsgesetz «
(SvS) AUE / SCHWARZENBERG: Besuch einer Ministerin im Erzgebirgskreis. Im Kulturhaus Aue war Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) eine unter vielen, die an den Tischen, sozusagen auf Augenhöhe, mit den Erzgebirgern ins Gespräch kam. Es war die Premiere der Sachsengespräche, die der neue sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer nach seiner Wahl angekündigt hatte. Und mit großen Erwartungen gingen nicht nur die Gäste im Haus in die Gespräche.
Und diese Gespräche gab es zweifellos. Geduldig hörte auch die ehemalige Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz auf das, was ihr die Menschen aus dem Erzgebirge zu sagen haben. Und sie nahm die Themen mit in ihre Ressorts.
Ein Thema liege ihr aber besonders am Herzen. Das sei die Inklusion, denn lange wurde um die Inklusion in Deutschland gerungen. Denn das ist noch eine Stufe mehr als nur Integration. Seit 2016 gibt es das BTHG, das Bundesteilhabegesetz. Darin steht genau, wie Inklusion auszusehen hat. Für alle zwar eine enorme Herausforderung, aber in vielen Teilen wurden die Bestimmungen darin bereits umgesetzt. In diesem Jahr will Sachsen mit gutem Beispiel vorangehen und ein eigenes Inklusionsgesetz verabschieden.
Ministerin Klepsch war darum bereits vor dem Sachsengespräch im Erzgebirgskreis unterwegs und hat sich erfolgreiche Projekt angesehen, mit den Menschen vor Ort gesprochen, damit das Gesetz auch später nicht an der Realität vorbeimarschiere. Eine Station war die Schwarzenberger Werkstatt für Behinderte. Deren Chef Markus Köppler kam hier gleich auf den Punkt: Es sei, mal wieder, das Geld. Nicht, dass es keines gäbe. Aber weil der Landkreis stets mit im Boot ist, weil er einen Pflichtanteil von zehn Prozent zu leisten hat, könnten Projekte nicht zeitnah oder ohne große Diskussion im Sinne der Behinderten umgesetzt werden. Das blockiere das Fortkommen, aber vor allem das Schaffen neuer Angebote und Möglichkeiten, für die erst viel Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse.
Mit etwas Neid, das gab Klepsch zu, besuchte sie im Anschluss das Café Samocca in Aue. Sowas hätte sie sich als OB damals schon für die Adam-Ries-Stadt gewünscht. Denn hier wird Inklusion gelebt. Behinderte, egal welcher Form, werden hier im ersten Arbeitsmarkt beschäftigt. Probleme aber seien ähnlich wie die in der Lebenshilfe-Werkstatt. Neben Finanzierungsfragen forderte die Runde, zu der auch andere Träger eingeladen waren, den Ausbau von Beratungsmöglichkeiten für die zu Inkludierenden selbst. Denn wenn niemand von den vielfältigen Angeboten wisse, könne man sie auch nicht nutzen. Betroffen sind im Erzgebirgskreis immerhin zwölf Prozent, etwa 45.000 Menschen sind das in absoluten Zahlen.
Das Fazit für Ministerin Klepsch: Es gibt noch viel zu tun auf dem Weg zum Inklusionsgesetz und zur Inklusion selbst. Da hätten die Gespräche an diesem Tag enorm weitergeholfen.