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Radio Erzgebirge - Nachrichten

20.10.2017 14:00 (Kultur)
» Neuer Frauenort in Sachsen «
(SvS) ANNABERG-BUCHHOLZ: Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping weihte am 19. Oktober am Annaberger Haus Markt 8 zusammen mit Oberbürgermeister Rolf Schmidt und Heidi Becherer vom Landesfrauenrat eine neue Gedenktafel für Barbara Uthmann ein. Die Initiative geht vom Landesfrauenrat Sachsen aus, der im Rahmen des Projektes "frauenorte sachsen” seit 2016 sieben Gedenktafeln aufgestellt hat.
"Wir haben den achten "frauenort" in Sachsen heute eingeweiht, mit dem Namen Barbara Uthmann verbunden. Barbara Uthmann, eine Frau, die markant für Annaberg ist. Dieses Projekt "frauenorte" existiert beginnend 2016. Die Idee ist 2015 entstanden, zurückführend auf eine Projektrecherche aus Sachsen-Anhalt. Der dortige Landesfrauenrat hat zur Expo 2000 schon mal solche Frauenorte benannt und genau das wollten wir für Sachsen mit initiieren.", so Heidi Becherer, Vorstandsmitglied beim Landesfrauenrat Sachsen. Das Projekt wurde durch das Sozialministerium Sachsens gefördert. Und das Interesse in anderen Orten ist groß. Heidi Becherer vom Vorstand des Landesfrauenrates spricht von 40 Bewerbungen für 2018. Recherchiert wurden Frauen, die historische Bedeutung haben, Vorbilder sind, aber auch zu gegenwärtigen Positionierungen eine Beziehung haben. Und Barbara Uthmann ist so eine Frau.
Es hat ein bisschen Mühe gekostet, die Tafel zu enthüllen. Aber diese Mühe ist nichts gegenüber dem, was Barbara Uthmann geleistet hat. Becherer: "Nicht nur dass sie die Frau war, die aus der Montanindustrie eigenständig Unternehmen weitergeführt hat, sondern sie hat sich auch eingesetzt für zeitweise im 16. Jahrhundert 900 Bortenmacherinnen, die sie betreut hat, deren Produkte sie verkauft hat und dabei soziale Aspekte, die eigentlich auch für uns heute noch wirksam sind, mit initiiert hat. Ich denke da z.B. an den Entgeltausgleich bei Krankheitsfällen. Das hat Barbara Uthmann punktuell für ihre Bortenmacherinnen bereits organisiert gehabt. Oder Deputate für Nahrungsmittel für ihre Kinder, für Bier, für Brot, für bestimmte Bedarfsmittel, die für Familien wichtig sind."
Ministerin Petra Köpping ergänze zur Einweihung, dass Uthmanns Unternehmensphilosophie beispielhaft für ein Unternehmertum stehe, wie es aus dem 19. Jahrhundert von Robert Bosch oder Carl Zeiss bekannt ist. Es sei geprägt von unternehmerischer Leidenschaft in Verbindung mit bürgerschaftlicher und sozialer Verantwortung. Damit sei sie auch ein großes Vorbild für heutige Gründerinnen in Sachsen. Barbara Uthmann selbst konnte das Geschehen nicht so recht verfolgen. Ihre Statue steht auf dem Markt mit dem Rücken zum Schild. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)